Ende Dezember ist der erste Impfstoff gegen eine Sars-CoV-2 Infektion in der EU zugelassen worden. Zuerst werden die Bewohner und Behandler in den Altenheimen geimpft, weitere Info`s.

An Silvester und Neujahr 2020 haben wir als mobiles Impfteam der Impfkampagne des Landes NRW Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen des Seniorenhaus St. Cornelius Dülken und des Haus Maria Hilf - Seniorenhilfe Viersen gegen Sars-CoV-2 geimpft.

Im nächsten Schritt werden Risikogruppen in die Impfzentren eingeladen. Impfungen über Hausarztpraxen erfolgen erst später.

Schon jetzt möchten wir Sie alle auffordern wann immer Ihnen eine Impfung gegen Sars-CoV-2 angeboten wird, diese zu nehmen. Es ist richtig, dass keine Impfung keine Nebenwirkungen hat, es ist aber auch richtig, dass keine Infektion keine Nebenwirkungen hat. Unter der Abwägung von zu erwartenden Nebenwirkungen der Impfung und den zu erwartenden Nebenwirkungen bis hin zum Tod infolge einer Sars-CoV-2 Infektion ist die Impfung sicherlich die günstigere Variante für alle Menschen über 15 Jahren.

Hierzu ein paar Hintergrundinformationen:

Videos von Martin Moder PhD Molekularbiologe: 

Warum die RNA-Impfung dein Erbgut nicht verändert

Coronaimpfung Langzeitfolgen

Corona Impfung und Fruchtbarkeit

FAQ-Seite des Robert Koch Institut

COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gesamtstand: 23.12.2020

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie

Aktualisierte Empfehlungen zur COVID-19 Schutzimpfung bei Patienten mit Blut- und Krebserkrankungen

 

Weiter Ablauf:

Drei Priorisierungsstufen

Die Bundesregierung hat mit der Impfverordnung geregelt, wer in Deutschland zuerst gegen das Coronavirus geimpft werden soll. Da anfangs nur eine begrenzte Menge an Impfdosen zur Verfügung stehen wird, ist in der Verordnung eine Priorisierung nach den drei Stufen höchste, hohe und erhöhte Priorität vorgesehen. Danach folgen in einer vierten Gruppe alle Menschen, die nicht in einer der Priorisierungsstufen erwähnt werden.

Schutzimpfungen mit höchster Priorität

Senioren ab 80 Jahren, Alten- und Pflegeheimbewohner und bestimmtes Personal mit sehr hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen und Altenheimen sollen zuerst geimpft werden. Hier werden insbesondere mobile Impfteams eingesetzt. Dies werde laut Bundesgesundheitsministerium mindestens ein bis zwei Monate in Anspruch nehmen.

Danach folgen die Schutzimpfungen der nächsten Priorisierungsstufe.

Ärztliche Atteste jetzt noch nicht erforderlich

Laut Impfverordnung benötigen Patienten mit Vorerkrankungen der Priorisierungsstufen zwei und drei ein ärztliches Attest, damit sie ihren Anspruch auf eine vorrangige Impfung nachweisen können. 

In der ersten Phase der Impfungen mit höchster Priorität ist es jedoch noch nicht erforderlich, dass Ärzte Vorerkrankungen per Attest bescheinigen: Das Alter des Anspruchsberechtigten wird über den Personalausweis, die berufliche Tätigkeit über einen Arbeitgebernachweis geprüft werden. Bei Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen erfolgt der Nachweis über eine Bescheinigung der Einrichtung. 

Stufe zwei mit hoher Priorität

Zur zweiten Stufe mit hoher Priorität zählen der Impfverordnung zufolge unter anderem alle Menschen ab 70 Jahren sowie Menschen mit einem sehr hohen oder hohen Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf, beispielsweise Menschen mit Demenz oder einer geistigen Behinderung sowie Patienten nach Organtransplantationen. Auch Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit hohem oder erhöhtem Expositionsrisiko arbeiten ‒ insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbaren Patientenkontakt ‒ werden in dieser Kategorie genannt. 

Dritte Stufe mit erhöhter Priorität

Die dritte Stufe umfasst laut Impfverordnung alle Menschen ab 60 Jahren oder mit erhöhtem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf aufgrund von Vorerkrankungen. Auch Personen in besonders relevanten Positionen in staatlichen Einrichtungen, wie etwa bei der Feuerwehr oder Polizei, sollen dann eine Impfung erhalten. Personen, die in medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko tätig sind, beispielsweise in Laboren, und Personal, dass keine Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten betreut, zählen ebenfalls zu dieser Kategorie.

Keine Rangfolge innerhalb der einzelnen Stufen

Innerhalb der einzelnen Prioritätsstufen wird keine Rangfolge der genannten Personengruppen aufgeführt, sodass gegebenenfalls abhängig von der epidemiologischen Situation vor Ort bestimmte Anspruchsberechtigte vorrangig berücksichtigt werden können.

Terminvergabe für die Impfzentren

Für die Organisation und den Betrieb der Impfzentren sowie die Terminvergabe sind die Bundesländer zuständig.
Für die Terminvergabe in den Impfzentren sollen die Länder die bundesweite Rufnummer 116117 des Patientenservices der KVen nutzen können. Die Anrufer werden dann von dort in die Callcenter weitergeleitet, die von den Ländern zur Vereinbarung der Termine betrieben werden. Die KBV entwickelt dafür ein entsprechendes Modul, das den Bundesländern, die dies nutzen möchten, für die telefonische und digitale Terminvergabe in den Impfzentren zur Verfügung gestellt wird. 

Datenübermittlung zur Impfsurveillance

Für die Datenübermittlung zur Impfsurveillance richtet das Robert Koch-Institut ein elektronisches Melde- und Informationssystem ein, an das die Impfzentren und die mobilen Impfteams täglich die Datensätze der Geimpften übermitteln sollen.